6. August 2014 Uromas Backtag

Zutaten abwiegen

Teig rühren und kneten

backen

essen

An einem sonnigen Mittwochvormittag trafen sich 18 Mädchen und Jungen aus den Gemeinden Holle, Schellerten und Söhlde im Schellerter Pfarrgarten. Im Rahmen des diesjährigen Ferienprogramms der Region Börde wollten sie herausfinden, wie unsere Vorfahren gebacken haben. Im Pfarrgarten in Schellerten steht nämlich ein mehr als 200 Jahre altes Backhaus, in dem einst die Frau des Pastors Brot und Kuchen für ihren Haushalt fertigte. Der Ofen wird noch heute mit Holz beheizt. Wegen der Brandgefahr ist er damals in einem abseits des Pfarrhauses stehenden kleinen Gebäude untergebracht worden und nicht wie heute üblich in der Küche. Auch auf vielen anderen Höfen in Schellerten gab es in vergangener Zeit solche Backhäuser.


Dieter Lehnhoff und Walter Riechers hatten den alten Backofen für die Ferienpassaktion bereits am Vorabend einmal angeheizt. Als die Kinder am nächsten Vormittag kamen, brannte erneut ein Feuer im Ofen, um ihn auf die richtige Temperatur zu bringen. Aus Mehl, Zucker, Quark, Eiern, Öl und einigen anderen Zutaten rührten und kneteten die Kinder einen Teig, aus dem anschließend süße Brötchen geformt wurden. Doch wie sollten sie gebacken werden? Im Backofen brannte noch immer das Feuer!


Die Glut musste raus. Ein große Aschewolke und Funken erfüllten den kleinen Raum als Walter Riechers sie aus aus dem Ofen kehrte. Anschließend wischte Dieter Lehnhoff den Ofen mit der sogenannten Bäckerfahne feucht aus. Jetzt war Platz für die Brötchen. Die Backzeit nutzten wir, um mit einer alten Buttermaschine und einfachen Schraubdeckelgläsern aus Sahne Butter zu machen.


Am Ende ließen sich die Kinder die selbstgemachten Brötchen mit selbstgemachter Butter schmecken.